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Systematisch Beobachten und Dokumentieren

Die beobachtende Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen ist fester Bestandteil professioneller pädagogischer Arbeit. Die Beobachtung muss immer als Prozess verstanden werden. Über Beobachtungen wird die fortlaufende Entwicklung des einzelnen Kindes dokumentiert, um die Entwicklung in unterschiedlichen Entwicklungsphasen ganzheitlich wahrzunehmen.

Die Ergebnisse von Beobachtungen setzen zwei grundlegende Handlungsrichtungen in Gang: zum einen einen beständigen Reflexionsprozess innerhalb des Teams von Fachkräften und zum anderen einen kontinuierlichen Dialog mit den Kindern und Erziehungsberechtigten.

 

Beobachtungsbögen & Entwicklungsraster

Beobachtung ist ganz allgemein das aufmerksame, planmäßige und zielgerechte Wahrnehmen von Vorgängen, Ereignissen, Verhaltensweisen von Lebewesen (Menschen und Tieren) in Abhängigkeit von bestimmten Situationen.

Ziel der Beobachtung ist es, den Gegenstand des jeweiligen Interesses möglichst genau zu erfassen. Sie ist eine grundlegende Methode der Datengewinnung und Faktensammlung zum Zeitpunkt des Geschehens. Eine solche Beobachtung beschreibt bzw. rekonstruiert soziale Wirklichkeit anhand einer eindeutig beschreibbaren Methode.

Beobachtungsverfahren lassen sich unterscheiden nach dem Grad der Standardisierung, dem die Protokollierung der Beobachtungen unterworfen ist. In der Praxis kommen für die Protokollierung standardisierte, detaillierte und spezialisierte Fragebogen zum Einsatz, in die die beobachtende Person Einträge macht. Es muss also vor der Beobachtung festgelegt werden, was beobachtet werden soll, d.h. was im Hinblick auf die Fragestellung wichtig erscheint (Kategorisierung).

In dem Kontext der standardisierten Beobachtung ist dann zwischen Erhebungsverfahren zu unterscheiden, bei denen die Beurteilung des Handelns/Verhaltens mittels Rating-Verfahren vorgenommen wird, und solchen, bei denen einzelne Fähigkeiten der Akteure direkt erhoben werden. (Frei nach: ILMES - Internet-Lexikon der Methoden der empirischen Sozialforschung).

 

Rating Verfahren

Bei den mit Abstand am häufigsten in der Praxis anzutreffenden Erhebungsverfahren (und die aus diesen Verfahren abgeleiteten Fragebogen) erfolgt die Bewertung über ein Rating-Verfahren, also über die direkte oder indirekte Zuweisung eines Wertes zu einer Eigenschaft.

Stukturell bestehen die Beobachtungsbogen aus einer bestimmten Anzahl von Kategorien, und jeder Kategorie ist wiederum eine beliebige Anzahl von Items zugeordnet. Jedes der Items stellt für sich eine Eigenschaft oder Frage dar, die vom Beobachter zu beantworten und zu bewerten ist. Jeder Antwort ist ein Punktwert zugeordnet. Aus der Gesamtheit aller Antworten ergibt sich das Gesamtergebnis.

Entsprechende Beobachtungsverfahren finden sich in vielen Sachgebieten:

  • Produzierenden Gewerbe
    • Standortauswahl für neue Unternehmensstandorte
    • Mitarbeiter- und Kundenbefragungen

  • Sport
    • Talentqualifizierung

  • Eingliederungshilfe
    Bedarfsverfahren zur Bildung von Gruppen für Leistungsberechtigte mit vergleichbarem Hilfebedarf

    • HMB-W Verfahren (Hilfebedarf von Menschen mit Behinderungen im Bereich Wohnen)
    • HMB-T Verfahren (Hilfebedarf von Menschen mit Behinderungen im Bereich „Gestaltung des Tages")
      Die Verfahren HMB-W und HMB-T sind von Frau Dr. Heidrun Metzler entwickelt worden. Sie werden daher auch Metzler-Verfahren genannt.
    • das Schlichthorstmodell (für das stationäre Wohnen von Menschen mit einer seelischen Behinderung, Niedersachsen)
  • Kindergärten, Kitas und Horten
    Zur systematischen Beobachtung und Dokumentation kindlicher Bildungs- und Entwicklungsverläufe als Voraussetzung für eine individuelle Förderung von kindlichen Stärken.

    • KOMPIK - Kompetenzen und Interessen von Kindern (Bertelsmann Stiftung)
    • SELDAK - Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufgewachsenen Kinden (Ulich, M. & Mayr, T)
    • SISMIK - Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen (Ulich, M. & Mayr, T)
    • PERIK - Positive Entwicklung und Resilenz im Kindergartenalltag (Ulich, M. & Mayr, T)
    • Münsteraner Entwicklungs-Beobachtungsbogen (Dr. Barth, K)
    • Ravensburger-Entwicklungsbogen (Fachberatungsstellen für Kindertageseinrichtungen im Landkreis Ravensburg)
    • Beobachtungsbogen zur Erfassung von Entwicklungsrückständen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindergartenkindern (Mayr T.)

  • Schule
    • Bewertung von Schülern und Lehrern
    • Selsa - Sprachentwicklung und Literacy bei Kindern im Schulalter (1. bis 4. Klasse) (Mayr, T., Hofbauer, C., Simic, M. & Ulich, M.)

Erhebung von Fähigkeiten

Neben den Beobachtungsverfahren, bei denen die Bewertung über ein Rating-Verfahren erfolgt, finden sich speziell bei der Beurteilung einer altersgemäßen Kindesentwicklung Verfahren, bei denen die Bewertung direkt auf der Wahrnehmung konkreter Fähigkeiten beruht.

Auch diese Beobachtungsbogen bestehen aus einer bestimmten Anzahl von Kategorien. Jeder Kategorie ist eine beliebige Anzahl von Items zugeordnet. Jedes Item stellt selbst eine Fähigkeit oder Eigenschaft (einen Meilenstein) dar. Jedem Item wird eine Entwicklungsphase in Form eines Altersbereichs zugeordnet, der angibt, in welchem Alter (im Regelfall) eine bestimmte Eigenschaft erkennbar sein sollte. Zu diesen Verfahren gehören z.B.:

  • Salzburger Beobachtungskonzept für Kindergärten (Paschon, A & Zeilinger M.)
  • Gelsenkirchener Entwicklungsbegleiter (Arbeitsgruppe „Kinder und Jugendliche“ der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG))
  • Entwicklungstabelle (Bellers, K & Bellers, S.)

Stand der Dinge

Unabhängig davon, welches Beobachtungsverfahren bzw. welcher Beobachtungsbogen in einer Einrichtung eingesetzt wird, sieht sich der professionelle Anwender derzeit immer folgenden Einschränkungen gegenüber:

  • Beobachtungsbogen liegen in der Regel nur in schriftlicher Form vor
  • Beobachtungsbogen können nicht modifiziert werden, können also nicht den speziellen Anforderungen einer Einrichtung entsprechend angepasst werden
  • Entwicklungen aus zeitlichen Verläufen können nicht professionell dargestellt werden
  • Personenübergreifende systematische Auswertungen sind (fast) unmöglich oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand realisierbar

Das leistet SysBeDok für Sie

Mit SysBeDok stellt e!Doc Systems als erstes und einziges Unternehmen ein Dokumentationssystem vor, das es jeder Einrichtung gestattet, genau die Beobachtungsbogen zu entwickeln, die in der täglichen Arbeit benötigt werden und die für ihre Kinder und Jugendlichen die richtigen sind.

  • Freie Definition von Beobachtungsbogen und Beobachtungsrastern
  • Ausfüllen von Beobachtungsbogen mit minimalem zeitlichem Aufwand
  • Professionelle Darstellung der Ergebnisse - textbasiert und in Form von anschaulichen Grafiken
  • Entwicklungsverläufe aus beliebig vielen Einzelbeobachtungen
  • Personenübergreifende Auswertungen

 

Lernen Sie SysBeDok kennen

Wir möchten Sie einladen und Ihnen auf den folgenden Seiten zeigen, wie einfach es ist, Beobachtungsbogen in SysBeDok zu erstellen und diese in Ihrer täglichen Arbeit zu verwenden.